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    <title>Armbruster on air</title>
    <link>https://www.susannearmbruster.de</link>
    <description>Lektorat Armbruster, Hamburg. Stilblüten, Malapropismen und kuriose Schreibungen erzählen wunderbare kleine Sprachgeschichten, fallen im Alltag einer Lektorin aber meist dem Rotstift zum Opfer. Mit der Neugestaltung der Website www.susannearmbruster.de erblicken einige von ihnen hier neu das Licht der Welt und werden ab sofort in unregelmäßigen Abständen der gespannten Öffentlichkeit präsentiert. Eine kleine lose Sammlung.</description>
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    <image>
      <title>Armbruster on air</title>
      <url>https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/blog001.jpg</url>
      <link>https://www.susannearmbruster.de</link>
    </image>
    <item>
      <title>An der Reisleine ziehen</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/an-der-reisleine-ziehen</link>
      <description>Wird Risotto seltener zubereitet, wenn jemand an der Reisleine gezogen hat? Ein gar nicht mal so selten vorkommender Orthografiefehler führt nicht nur in der Küche zu Verwirrung.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Korrektorat und kommunikatives Handeln
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_rice-in-white-ceramic-bowl-1306548.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Korrekte Wendung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Die Reißleine ziehen
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          (zum Verb „reißen“ mit ß).
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Metaphorik
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Entstanden aus dem Ziehen an einer Leine, durch die ein Fallschirm geöffnet wird, um einen Absturz abzubremsen bzw. zu verhindern.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Figurativ
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Eine gefährliche Entwicklung stoppen, ausbremsen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Oft anzutreffende (falsche) Präpositionalkonstruktion
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           An der
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Reißleine ziehen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Neues Kompositum in veränderter Präpositionalphrase
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           An der Reis
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          leine ziehen: neu gebildetes Kompositum aus zwei Substantiven, dazu die gebräuchliche Präpositionalphrase „an der Leine ziehen“.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Überlegung
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Einfacher Orthografiefehler?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ggf. handelt es sich bei „Reisleine“ um einen einfachen Orthografiefehler aufgrund der Unkenntnis der Schreibung oder Verwechslung von s und ß.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Falsche Präpositionalphrase?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die oft anzutreffende Konstruktion in der präpositionalen Fügung „an der Reißleine ziehen“ legt nahe, dass die Metaphorik (Zweck: das Öffnen des Fallschirms) beim Gebrauch der Wendung verloren geht: „an der Reißleine ziehen“ ist mit „die Reißleine ziehen“ nicht bedeutungsgleich (zieht jemand „an der“ Reißleine, ist die Absicht, einen Fallschirm zu öffnen, nicht impliziert; ggf. wird nur leicht daran gezogen usw.).
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Zusammenhang Metaphorik und Präposition
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ggf. ist die Bedeutung des Ausdrucks „Reißleine“ nicht mehr bekannt bzw. kann situativ nicht mit der Metapher des sich öffnenden Fallschirms verbunden werden. Das in „Reißleine“ steckende Verb „reißen“ wird mental durch das ggf. geläufigere Substantiv „Reis“ ausgetauscht. Dazu wird der zweite Teil des Kompositums neu mit der gebräuchlichen Präpositionalphrase verknüpft („an einer Leine ziehen“).
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fehler im Korrektorat, aber funktionstüchtig im kommunikativen Handeln
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Bewusstsein des Sprechenden bzw. Schreibenden ist „an der Reisleine ziehen“ durch erlernten Gebrauch mit der Bedeutung „eine gefährliche Entwicklung stoppen“ verbindbar. Die figurative Bedeutung bleibt also auch in der neu gebildeten Wendung erhalten. Die neue, nach herkömmlichen Wörterbüchern zur deutschen Grammatik aber „falsche“ Wendung gilt als Fehler und wird im Korrektorat angestrichen bzw. bereinigt. Im Alltag kommunikativen Handelns kann die Neubildung auf mentaler Ebene jedoch vollständig funktionieren.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 09 Jun 2020 15:54:40 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/an-der-reisleine-ziehen</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Erbsenspalterei</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/erbsenspalterei</link>
      <description>Sind Lektor:innen Erbsenspalter:innen? Auch wenn so manchen dieser Ruf vorauseilen mag, lässt sich in Fachkreisen hierauf eine ganz klare Antwort finden: Nein, sind sie nicht!</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Rhetorische Übung: Sind Lektor:innen Erbsenspalter:innen?
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_rachel-gorjestani-2430895_1920.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            „Das ist doch Erbsenspalterei!“
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
           
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Redensartlich ist das Haarespalten die pedantische Aufsplittung einer Feinheit (figurativ eines Haars), die für das Gesamte keine Relevanz hat;
          
                    &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Haarspalterei
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
                    
          ist also die übertriebene Genauigkeit, Spitzfindigkeit, rhetorisch eingesetzt auch als Rabulistik oder Sophistik.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ein Erbsenzähler ist kleinlich oder geizig, denn er zählt sogar Erbsen ab.
          
                    &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Erbsenzählerei
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
                    
          ist daher ein kleinliches, pedantisches Verhalten, das zum Beispiel Bürokrat:innen und Lektor:innen nachgesagt wird.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die innere Verwandtschaft der Bedeutungen „Haare spalten“ und „Erbsen zählen“ sowie die formale Ähnlichkeit der Komposita aus Substantiv und substantiviertem Verb führt zur Verbindung in einem Wort (sprachwissenschaftlich zur „Kontamination“ auf Wortebene).
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Lektorat wird auf die
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           kreative Neuschöpfung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          hingewiesen und je nach Kontext der eine oder andere Ausdruck empfohlen.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 08 Jun 2020 15:54:41 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/erbsenspalterei</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wirf nicht das Handtuch ins Korn!</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/handtuch-ins-korn-werfen</link>
      <description>Nur weil eine schwierige Situation eine Herausforderung darstellt, sollte man keinesfalls Frottee-Artikel ins Getreidefeld werfen. Aus welchen Gründen, das erfahren Sie hier.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Zwei Wendungen –  eine Stilblüte
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_fiber-selective-focus-photgraphy-1093769.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Kontamination zweier Wendungen führt hier zur Stilblüte
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
           
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1. Das Handtuch werfen/schmeißen: resignierend aufgeben.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Wendung aus dem Boxsport: Sieht der Betreuer eines Boxers, dass sein Schützling schwer angeschlagen ist und ihm Schaden droht, wirft der Betreuer ein Handtuch in den Ring; der Schiedsrichter bricht daraufhin den Kampf ab.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
           
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2. Die Flinte ins Korn werfen: (vorschnell) aufgeben, verzagen.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Wendung aus einem Kriegszusammenhang: In einem aussichtslos erscheinenden Kampf wirft der Soldat das Gewehr/die Flinte ins (hohe, das Gewehr bedeckende) Korn, um schneller fliehen zu können (und ggf. nicht als Soldat erkannt zu werden).
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 07 Jun 2020 12:30:40 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/handtuch-ins-korn-werfen</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Wer zu spät kommt, den …?</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/wer-zu-spaet-kommt-den-beissen-die-hunde</link>
      <description>„Wer zu spät kommt, den beißen die Hunde!“ Dieser hübsche Satz aus dem Munde eines Interviewten stammt keineswegs aus der berühmten Rede von 1989. Eine linguistische Besprechung.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Berühmte Zitate und ihre Folgen
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_brown-and-white-wooden-wall-decor-3774672.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            „Wer zu spät kommt, den beißen die Hunde“?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          „Hups, was ist denn hier passiert? Der Satz macht ja Sinn, aber irgendwas ist da schiefgelaufen …“ Nach der ersten Irritation über diese Äußerung im Interview-Artikel einer Frauenzeitschrift hier die einmal etwas ausführlichere
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Analyse der beiden miteinander vermengten Wendungen:
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Generation, die die Öffnung des Ostens und den Mauerfall live miterlebt hat, vervollständigt den oben genannten Halbsatz meist noch nach dem inzwischen geflügelten Wort, das Michail
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Gorbatschow zugeschrieben
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          wird.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          „Zugeschrieben“, denn tatsächlich hat der ehemalige  Staatspräsident der Sowjetunion dies nie so gesagt. Protokolliert ist wohl die Warnung Gorbatschows an Erich Honecker vom 7. Oktober
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1989
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          , sich einer Erneuerung der DDR zu widersetzen, in der nahezu wortwörtlichen Übersetzung: „Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“ Übersetzt wurde die Äußerung damals von zwei deutschen Journalisten, die sich auf eine Interpretation des Originals einigten, und zwar in der griffigen Wendung: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Über den Nachrichten-Ticker verbreitet, fand der Satz in seiner
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Formelhaftigkeit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          schnell Verbreitung und wurde alsbald zum
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           geflügelten Wort
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          .
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Den Letzten beißen die Hunde
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Diese Wendung geht auf Beobachtungen bei der
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Hetzjagd
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          zurück. Oft wird das langsamste, schwächste und älteste Tier einer Herde das Opfer der Hundemeute: Es bleibt zurück, wird von den Hunden gestellt und gebissen. Die schon ungünstige Position als in der Herde letztes Tier wird in der Jagd zum
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Verhängnis
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          . Ein erster Beleg für die Wendung findet sich
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1605
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          in „Der Teutschen Weissheit“ von Friedrich Petri. Interessanterweise ist es dort noch „Veritatem“, die Wahrheit, die gebissen wird (siehe Scan
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://reader.digitale-sammlungen.de/en/fs1/object/display/bsb10576662_00568.html?contextType=scan&amp;amp;contextSort=score%2Cdescending&amp;amp;contextRows=10&amp;amp;context=den+Letzten+bei%C3%9Fen+die+Hunde" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           568
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          der Bayerischen Staatsbibliothek).
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In der Redensart im heutigen Gebrauch schwingt die
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Benachteiligung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          des Letzten (Großschreibung der Substantivierung,
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/Gro%C3%9F-%20und%20Kleinschreibung#D72" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           D72
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ) noch immer mit: Im Vergleich zu anderen in einer Gruppe ohnehin schon mit schlechteren Chancen ausgestattet, ist der Letzte in einer stressigen Situation dann auch der
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Leidtragende
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          . Meiner Beobachtung nach hat diese Metapher noch eine
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Bedeutungserweiterung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          erfahren, indem heute der Letzte für sein Schicksal selbst verantwortlich gemacht wird: Der Letzte ist der Zu-spät-Kommende, der früher hätte kommen können und daher selbst daran schuld ist, nun eine unangenehme Aufgabe übernehmen zu müssen.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Last but not least wurde die Wendung 1974 zum
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Filmtitel
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          einer melodramatischen Gangsterkomödie. Das Original „Thunderbolt and Lightfoot“ (mit Clint Eastwood und Jeff Bridges) firmiert im deutschen Verleih als „
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Die
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Letzten beißen die Hunde“  – im
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Plural
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          also schon weit von der ursprünglichen Metaphorik entfernt.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Keine Amalgamierung, aber Kontamination der beiden Wendungen
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Der sprachwissenschaftliche Begriff „Kontamination“ (von lat. contaminare: „in Berührung bringen“, „verschmutzen“) wurde 1880 von Junggrammatiker
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Hermann Paul
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          in den „Principien der Sprachwissenschaft“ (Kapitel 8, zitiert nach der Auflage von
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.projekt-gutenberg.org/paulh/prinzip/paulka08.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           1920
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ) geprägt:
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           „Unter Kontamination verstehe ich den Vorgang, dass zwei synonyme oder irgendwie verwandte Ausdrucksformen sich neben einander ins Bewusstsein drängen, so dass keine von beiden rein zur Geltung kommt, sondern eine neue Form entsteht, in der sich Elemente der einen mit Elementen der andern mischen. Auch dieser Vorgang ist natürlich zunächst individuell und momentan. Aber durch Wiederholung und durch das Zusammentreffen verschiedener Individuen kann auch hier wie auf allen übrigen Gebieten das Individuelle allmählich usuell werden. Die Kontamination zeigt sich teils in der Lautgestaltung einzelner Wörter, teils in der syntaktischen Verknüpfung.“
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „Wer zu spät kommt, den beißen die Hunde“ werden das geflügelte Wort und die Redensart verbunden – grammatisch und auf syntaktischer Ebene vollkommen korrekt. Auch inhaltlich lässt sich eine gewisse
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Verwandtschaft auf der Bedeutungsebene
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          ausmachen (Nähe von „zu spät kommen“ und „der Letzte sein“; ebenso der „Nachteil“, in dem beide Wendungen kulminieren). Dennoch führt die Verbindung zu einer
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           stilistisch falschen Wendung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          . Insofern liegt hier noch
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           keine Amalgamierung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          vor, bei der zwei Bestandteile in eine neue Form verschmolzen würden.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die syntaktische Form „funktioniert“ zwar, doch die Inhalte haben sich
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           nebeneinander
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          ins Bewusstsein gedrängt und bleiben noch als separierte erkennbar. Wird die Kontamination nicht bewusst in einem humoristischen Rahmen eingesetzt, so ist davon auszugehen, dass es sich nicht um die intentionale Prägung eines Wortschöpfers, sondern vielmehr um einen
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           „Versprecher“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          handelt, der aus der verwandten Bedeutung und vagen Erinnerung an beide Wendungen resultiert.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Kontaminationen
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          auf Laut-, Wort- oder Satzebene beweisen immer wieder eindrucksvoll, dass Sprache kein statisches, in grammatischen Kategorien zu definierendes Konstrukt ist, sondern über eine starke
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Dynamik
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          verfügt und jedem Sprecher unzählige Möglichkeiten zur Verfügung stellt, sich auszudrücken und kreativ zu werden.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Im Lektorat
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aus rechtlichen Gründen wird der Wortlaut eines Interviews von der Redaktion mit den Interviewten abgestimmt und freigegeben.
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Zitate
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          werden in der Schlussredaktion bzw. im Lektorat daher lediglich orthografisch und grammatisch den Regeln der deutschen Rechtschreibung angepasst – inhaltlich aber normalerweise nicht angetastet. Der
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           O-Ton
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          , oft auch den Holprigkeiten gesprochener Sprache geschuldet, wirkt oft authentischer als eine geglättete, syntaktisch einwandfreie Struktur (Ausnahmen je nach
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Textsorte
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          ).
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Neben der
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Authentizität
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          ist jedoch auch die
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Darstellung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          der interviewten Personen ein Kriterium: Berichten zum Beispiel Betroffene über ein schweres Schicksal, kann eine sprachliche Kontamination
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           lächerlich
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          wirken, die Interviewten verlieren an Glaubwürdigkeit, der Spannungsbogen der Geschichte bricht, im schlimmsten Fall folgen die Leser dem Textfluss nicht weiter.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Daher muss im
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Kontext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          entschieden werden: Bleibt die Kontamination als Interview-Zitat bestehen? Oder wird das Zitat aufgebrochen und zugunsten entweder des geflügelten Wortes oder der Redensart wiedergegeben? In solchen Fällen wird mit der Redaktion
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Rücksprache
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          genommen.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Jun 2020 15:54:38 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/wer-zu-spaet-kommt-den-beissen-die-hunde</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sie steht wie ein Fels hinter ihm</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/sie-steht-wie-ein-fels-hinter-ihm</link>
      <description>... und er kriegt die volle Wucht der Brandung ab? Metaphern werden mitunter zu zauberhaften Stilblüten, die in ihrer Bildlichkeit einen ungeahnten neuen Sinn erzeugen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Metaphorische Bedeutung
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_ocean-571323_1920.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Zunehmend häufig anzutreffende Stilblüte
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Wendung „Sie steht wie ein Fels hinter ihm“ bekomme ich erstaunlich oft zu sehen – steht diese Stilblüte kurz vor der Einbürgerung?
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Zwei Bildwelten werden zu einer
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Metapher A:
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          „Hinter jemandem stehen“ bedeutet, jemandem beizustehen, zu jemandem zu halten, dessen Position in einer Gruppe vakant ist oder angefochten wird. Ob man die Ansichten desjenigen teilt oder nicht, man hält ihm – bildlich gesprochen – den Rücken frei, damit dieser seine Position nach vorn vertreten, halten und ausbauen kann. Im traditionellen Rollenbild steht „sie“, die Frau, hinter „ihm“, ihrem Mann; heute wird die Wendung auch oft umgekehrt oder gleichgeschlechtlich verwendet.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Metapher B:
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Wie ein „Fels in der Brandung“ (jemand
          
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           ist
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
          ein Fels in der Brandung, jemand
          
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           steht
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
          wie ein Feld in der Brandung) steht für die Wirkung einer Person, die unerschütterlich und unbeirrt bleibt, ist oder dasteht, egal, wie heftig die bildliche Brandung ihr (im Sturm) entgegenschlägt. Ganz gleich, wie andere sich in schwierigen Situationen verhalten, auf diese Person ist Verlass.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           A + B = C?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          In der Wendung „jemand steht wie ein Fels hinter jemandem“ werden die beiden Metaphern zu einer verschmolzen. Auf einer bildlichen
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ebene ergibt diese durchaus Sinn, dieser neue Sinn ist jedoch unfreiwillig komisch: Der Fels kriegt die ganze Brandung ab.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Das sagt die Linguistik zum Phänomen
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Nach Hermann Paul liegt hier eine
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           „Kontamination“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          auf Satz-, nach Ferdinand de Saussure ein
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           „Syntagma“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          auf Phrasenebene vor, wobei die Semantik der Satzglieder zu einer neuen Metaphorik führt.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die moderne Linguistik zieht mentale Prozeduren in die Analyse mit ein. Demnach liegt hier ein
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Sprachplanungsfehler
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          vor, indem die eine Wendung mit der anderen scheinbar komplettiert wird. Die Metaphorik der einen Wendung kollabiert indes mit der der anderen und führt zu einer nicht intendierten neuen Bildlichkeit.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 05 Jun 2020 15:54:37 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/sie-steht-wie-ein-fels-hinter-ihm</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_ocean-571323_1920.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_ocean-571323_1920.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rohdinieren</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/rohdinieren</link>
      <description>Rohdinieren – ein neuer Lifestyle-Trend? Das Abendessen einnehmen in der Paleo-Diät? Wie Sie orthografisch korrekt Rohkost verspeisen und dazu Ihr Tafelsilber schützen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Orthografiefehler: Buchstabendreher
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-broccoli-vegetable-on-brown-wooden-table-47347.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Orthografisch korrekt speisen – und galvanisieren
            
                        &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Bei „rohdinieren“ ist keinesfalls von einem neuen Speise-Trend die Rede, es handelt sich im Kontext eines Artikels zur Schmuck-Herstellung vielmehr um einen schlichten
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Buchstabendreher
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          : Beim
          
                    &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Rho
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
                    
          dinieren (Verb: „rhodinieren“) wird ein Gegenstand (oft Schmuck, auch Tafelsilber) mit dem (silberähnlich glänzenden) Platinnebenmetall Rhodium überzogen. Die Beschichtung ist chemisch und mechanisch robust, relativ abriebfest, korrosionsbeständig und schützt Silber vor dem Anlaufen.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Adjektiv „roh“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          (im Sinne von ungekocht, naturbelassen) in Verbindung mit dem
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Verb „dinieren“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          (im Sinne des Einnehmens eines [festlichen] Mittag- oder Abendessens) ist mir in einem Text noch nicht untergekommen, theoretisch aber natürlich konstruierbar. Wird beim Diner das Steak rare serviert, Rohkost verspeist oder sind die Umgangsformen derb, so wird „roh diniert“ (Getrenntschreibung in allen Fällen).
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-broccoli-vegetable-on-brown-wooden-table-47347.jpg" length="235076" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 04 Jun 2020 14:24:11 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/rohdinieren</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-broccoli-vegetable-on-brown-wooden-table-47347.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-broccoli-vegetable-on-brown-wooden-table-47347.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Bienennachfrage</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/die-bienennachfrage</link>
      <description>Leichter Anstieg in der „Bienennachfrage“? Aufgepasst, im Kontext einer Fachzeitschrift für Finanzmärkte geht es hierbei nicht immer um die Produktion von Bio-Honig!</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Kontextabhängig: Orthografiefehler
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_beautiful-beauty-bee-bloom-379926.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Wird mehr Honig produziert, wenn die Bienennachfrage steigt?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Kontext einer Fachzeitschrift für Finanzmärkte war – in einem anderen Satzumfeld – die
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Binnen
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           nachfrage
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          gemeint, die Nachfrage nach Gütern in einem
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Binnenmarkt
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          .
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es handelt sich in diesem Fall also um einen einfachen Orthografiefehler.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_beautiful-beauty-bee-bloom-379926.jpg" length="70378" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 02 Jun 2020 22:00:00 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
      <guid>https://www.susannearmbruster.de/die-bienennachfrage</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_beautiful-beauty-bee-bloom-379926.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_beautiful-beauty-bee-bloom-379926.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wasser bei die Fische!</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/wasser-bei-die-fische</link>
      <description>Redensartlich ist „Butter bei die Fische!“ die mit leichter Ungeduld vorgetragene Aufforderung, zur Sache zu kommen. Welche mentalen Prozeduren stecken hinter dem Lapsus?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Redewendung mit Sprachplanungsfehler oder Lapsus Memoriae
          
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-and-orange-wooden-fish-toy-3661244.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Welt der wunderbaren Stilbüten!
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Korrekte Wendung: „Butter bei die Fische!“
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Hintergrund der Redensart
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Vor dem Servieren kommt oft noch ein Stückchen Butter auf den zubereiteten Fisch – erst dann ist das Gericht komplett und es darf gegessen werden. Die leichte Ungeduld, von der die Wendung getragen ist, resultiert aus der Situation des Hunger-Habens und Essen-Wollens.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Redensartlich 
ist „Butter bei die Fische!“ daher die bestimmte Aufforderung, endlich zur Sache bzw. zum Wesentlichen zu kommen. Nicht zufällig ist die Wendung insbesondere in Norddeutschland (Küstennähe!) gebräuchlich.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Was ist passiert?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Überregional 
ist dieser Hintergrund ggf. nicht genau bekannt, sodass es zu einer neuen Verknüpfung kommt: Die bzw. der Sprechende erinnert sich ggf. nur vage an die Wendung und verbindet bei „Fisch“ das in der Wendung angelegte „zum Wesentlichen kommen“ mit dem Element „Wasser“.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ob tatsächlich ein Lapsus Memoriae (jemand hat die Erinnerung irrtümlich so im Gedächtnis) oder aber ein Sprachplanungsfehler (jemand kennt die richtige Wendung, hat sie situativ aber durcheinandergebracht) vorliegt, ist aus meiner Warte nicht zu entscheiden.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Der Fehler ergibt mental Sinn
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Bei „Wasser bei die Fische!“ handelt es sich zwar um eine sprachliche Fehlleistung (die im Lektorat vermerkt bzw. korrigiert wird), diese ergibt auf einer unbewussten Ebene jedoch durchaus Sinn.
           
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/_green-and-orange-wooden-fish-toy-3661244.jpg" length="103561" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 02 Jun 2020 14:36:13 GMT</pubDate>
      <author>183:830354585 (Susanne Armbruster)</author>
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      <title>Susanne Armbruster on air</title>
      <link>https://www.susannearmbruster.de/susanne-armbruster-on-air</link>
      <description>Hamburg, 1. Juni 2020. Zum dritten Relaunch der Website erscheint nun ein BLOG mit kleinen Beispielen aus meinem Alltag als Lektorin. Dazu gibt es jetzt – ganz neu – ein GEWINNSPIEL.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         www.susannearmbruster.de – jetzt neu mit Blog und Gewinnspiel
         
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  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="mailto:kontakt@susannearmbruster.de"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/9e6150b4f8af43e3a81f244e8a13309e/dms3rep/multi/blog001.jpg" alt="Armbruster on air" title="Lektorat Armbruster mit Blog"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;b&gt;&#xD;
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            Hamburg, 1. Juni 2020
           
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      &lt;/font&gt;&#xD;
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            , www.susannearmbruster.de
           
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      &lt;/font&gt;&#xD;
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            NEU: BLOG
           
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          Stilblüten, Malapropismen und eigentümliche Schreibungen erzählen wunderbare kleine Sprachgeschichten, fallen im Alltag einer Lektorin aber dem Rotstift zum Opfer. Mit der Neugestaltung der Website 
entsteht nun auch ein Blog: 
eine kleine lose Sammlung sprachlicher Kuriositäten, die mir ein Augenzwinkern ins Gesicht zaubern und in unregelmäßigen Abständen hier vorgestellt werden. 
           
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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            NEU: GEWINNSPIEL
           
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          Ganz neu auf der Website ist ein Gewinnspiel: Hin und wieder verlose ich eine Dienstleistung oder ein Produkt aus meiner Tastatur. Los geht’s ab sofort: Am 16. August 2020 können Sie einen Gutschein gewinnen, mit dem Sie gratis von meiner Arbeit profitieren. Alle weiteren Infos und die Teilnahmebedingungen finden Sie
          
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    &lt;a href="/gewinnspiel"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 01 Jun 2020 15:27:02 GMT</pubDate>
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